KOSKOM INGENIEURZENTRUM

Die Gewährleistung eines hohen Qualitätsniveaus der Planungsunterlagen ist eine zentrale Priorität der Tätigkeit des KOSKOM INGENIEURZENTRUM.

In unserem Unternehmen wurden Planungstechnologien entwickelt und eingeführt, die auf einem prozessorientierten Ansatz basieren. Die Planung eines Telekommunikationsstandorts (z. B. einer Mobilfunkbasisstation) wird als eine Gruppe miteinander verknüpfter technologischer Prozesse (Workflows) betrachtet, die jeweils in einzelne Arbeitsschritte (Activities) zerlegt sind, deren integraler Bestandteil qualitätssichernde Verfahren sind.
Somit werden qualitätssichernde Maßnahmen in allen Phasen der Planung durchgeführt.
Die technologischen Prozesse sind formalisiert und sowohl in Form grafischer Modelle (IDEF3) als auch in Form von Checklisten beschrieben, wobei jeder Punkt eine einzelne Planungstätigkeit oder eine Gruppe von Planungstätigkeiten beschreibt.
Die Ingenieure markieren im Planungsprozess nach Abschluss jedes Checklistenpunkts diesen als erledigt. Dadurch wird einerseits das Auslassen einzelner Planungsschritte ausgeschlossen und andererseits der Fortschritt des Planungsprozesses dokumentiert.
Beispiel eines IDEF3-Modells auf oberster Ebene zur Beschreibung der Planungsprozesse eines Standorts für Telefónica Germany GmbH & Co. OHG oder andere Mobilfunknetzbetreiber, sofern die Erstellung der Planungsunterlagen gemäß PHB Telefónica erfolgt:

 

 

Beispiel eines IDEF3-Modells zur Beschreibung des Prozesses der Prüfung der Vollständigkeit der Eingangsunterlagen bei der Planung eines Standorts für Deutsche Telekom Technik GmbH oder andere Mobilfunknetzbetreiber, sofern die Erstellung der Planungsunterlagen gemäß PHB DFMG erfolgt:

 

Hinweis: Die Qualität und Vollständigkeit der Eingangsunterlagen bestimmen maßgeblich die Qualität der Planungsunterlagen.

 

Ein Auszug aus der Checkliste, anhand derer Ingenieure die Planung eines Mobilfunkstandort durchführen:

1 Initiale Schritte
1.1 Projektordner auf dem Server gemäß Prozessmodell TEF_InD_2024 anlegen und Eingangsunterlagen ablegen (Prozess TEF_InD_01)
1.2 Ordnerstruktur aus Vorlage übernehmen (Prozess TEF_InD_02)
1.3 Synchronisierung mit dem Remote-Rechner des Ingenieurs einrichten
1.4 Projektdaten in PDMS erfassen

2 Prüfung der Vollständigkeit der Eingangsunterlagen
2.1 Eingangsunterlagen gemäß TEF_InD_IS strukturieren
2.2 Vorhandensein von Änderungsanforderungen (BTB / Rotstift / Redpen) prüfen (TEF_InD_IS22); falls nicht vorhanden – Auftraggeber informieren
2.3 Vorhandensein einer aktuellen DWG-Datei prüfen (TEF_InD_IS31); falls nicht vorhanden – Auftraggeber informieren
2.4 Vorhandensein aktueller Lageunterlagen prüfen bzw. sicherstellen (Stadtplan, Flurkarte) (TEF_InD_IS33–35); falls Flurkarte nicht beschaffbar – Auftraggeber informieren
2.5 Dokument „Standortdaten“ anhand aller Eingangsunterlagen ausfüllen (TEF_InD_IS41); bei fehlenden Angaben – Auftraggeber informieren

 

Die oben dargestellten Beispiele zeigen deutlich den hohen Integrationsgrad des Qualitätsmanagementsystems in die Planungsprozesse.
Das im Unternehmen implementierte Qualitätsmanagementsystem basiert auf den Grundsätzen der Normenreihe ISO 9000 sowie der ISO 10006.
Ziel des Qualitätsmanagementsystems ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Entsprechend ist der Grad der Kundenzufriedenheit das zentrale Kriterium für die Wirksamkeit des Systems.
Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass die Hauptursachen für Kundenunzufriedenheit folgende sind:
– Nichterfüllung der Planungsanforderungen des Auftraggebers;
– Nichteinhaltung normativer Vorgaben (PHB, DIN, EN, ISO);
– Fehler in den Planungsunterlagen;
– Terminverzug.

Wir haben zahlreiche Verbesserungen an unseren Planungsprozessen, Informationsprozessen und Planvorlagen vorgenommen, um die Ursachen der oben genannten Probleme anzugehen.

Einige Beispiele für Verbesserungen, die das Risiko einer Nichterfüllung der Kundenanforderungen minimieren:

– Die Prüfung der Vollständigkeit der Eingangsunterlagen ist als eigener Prozess zu Beginn der Planung definiert;

– Die Überprüfung der Standortdaten (ID, Bezeichnung, Adresse, Koordinaten usw.) erfolgt anhand aller verfügbaren Eingabedaten.

 

Einige Beispiele für Verbesserungen, die das Risiko der Nichteinhaltung normativer und technischer Dokumente minimieren:
– In der Unternehmensdatenbank (PDMS COSCOM) sind die für die Planung von Mobilfunkanlagen und Stahlkonstruktionen erforderlichen normativen und technischen Dokumente zusammengefasst, wobei diese Sammlung kontinuierlich erweitert wird;
– Alle wichtigsten normativen und technischen Dokumente wurden ins Ukrainische oder Russische übersetzt;
– Auf dem Unternehmensportal werden zeitnah Informationen zu neuen normativen und technischen Dokumenten sowie Übersichten über die wesentlichen Änderungen in diesen Dokumenten veröffentlicht.
– In den Planungsdokumentationsvorlagen, die von unseren Ingenieuren verwendet werden, sind zusätzliche Informationen und Elemente enthalten, die bei der Einhaltung der Anforderungen normativer und technischer Dokumente helfen, zum Beispiel im Modellbereich der DWG-Vorlage für jedes Dokumentationsblatt (Themenblock gemäß der Terminologie der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG) sind Zeichnungsrahmen nur mit den Maßstäben enthalten, die vom Betreiber für dieses Blatt zugelassen sind:

 

Zur Reduzierung von Planungsfehlern, werden folgende Maßnahmen ergriffen:     
– Sorgfältige Prüfung der vom Kunden eingereichten Anmerkungen zur Planungsunterlagen mit einer detaillierten Analyse der Fehlerursachen und der Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung solcher Fehler in der Zukunft;
– Eine abschließende Qualitätskontrolle der Dokumentation durch zwei Spezialisten des Unternehmens gleichzeitig (Vier-Augen-Prinzip) per Videokonferenz über das Unternehmensportal. Dabei wird der Arbeitsplatz eines Spezialisten über das RMS (Remote Manipulator System) mit dem Arbeitsplatz des zweiten Spezialisten verbunden. 
Hinweis: Aus Sicherheitsgründen ist das RMS so konfiguriert, dass es nur innerhalb der lokalen Domäne des Unternehmens betrieben werden kann.

  Die Maßnahmen zur Verringerung der Kundenunzufriedenheit, die auf Fehler in den Planungsunterlagen zurückzuführen ist, zielen darauf ab:, die auf Fehler in den Planungsunterlagen zurückzuführen ist, zielen darauf ab:
– Fehler auf niedriger Ebene zu beseitigen;
– Fehler auf hoher Ebene zu minimieren.

Fehler auf niedriger Ebene sind beispielsweise Rechtschreibfehler,  die Angabe falscher Maßstäbe in Zeichnungen, Fehler in Codes und Bezeichnungen von Technik und Antennen sowie falsche Angaben zu Standorten,  Kunden, Auftragnehmern und Herstellern.  
Fehler auf hoher Ebene sind beispielsweise die falsche Verbindung der RFM-/RRH-/RRU-Ausgänge mit den Antenneneingängen, die falsche Platzierung von Technik in Schränken und Racks sowie die Nichteinhaltung der Mindestabstände zwischen den Antennen.  


Technologische Abläufe verfügen über integrierte Schutzmechanismen gegen Planungfehler auf niedriger Ebene. Darüber hinaus wurden in die Planungsunterlagenvorlagen, die unsere Ingenieure verwenden, zahlreiche Verbesserungen aufgenommen, die Fehler auf niedriger Ebene praktisch ausschließen. Einige Beispiele sind nachfolgend aufgeführt:

– Auf den Dokumentationsblättern werden (in nicht druckbaren Ebenen) die Maßstäbe der auf diesen Blättern angeordneten Ansichtsbilder angezeigt:

 

– Für die Blatten  (Themenblöcke) 3 und 4 von Dokumenten, die gemäß dem PHB der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG gestaltet werden, wurden Blöcke erstellt, die den gewählten Maßstab gleichzeitig an allen erforderlichen Stellen der Blatt festlegen: 

 

 

– In der gemäß dem PHB der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG erstellten Dokumentation werden Informationen über Antennen mithilfe von Blöcken angegeben, in denen die Antennenbezeichnung aus einer Liste ausgewählt wird, wodurch die Möglichkeit einer fehlerhaften Bezeichnung ausgeschlossen wird:

 

– In den Unterlagen, die gemäß den Vorgaben der PHB DFMG Deutsche Funkturm GmbH erstellt werden, werden alle erforderlichen Informationen zu den Antennen automatisch aus der Antennenlegende übernommen:

 

Um Verzögerungen bei der Fertigstellung der Planungsarbeiten zu vermeiden, arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Optimierung der technologischen Prozesse, nutzt und führt automatisierte Verfahren zur Bearbeitung von Zeichnungen unter Verwendung von LISP-Skripten ein, die von künstlicher Intelligenz erstellt wurden, überwacht den Planungsfortschritt kontinuierlich anhand der abgearbeiteten Punkte auf Checklisten und zieht bei Verzögerungen gegebenenfalls zusätzliche Ressourcen hinzuzieht.